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Lichtplanung: Abstrahlwinkel berücksichtigen

Wer sich für LED-Leuchtmittel in seinem Zuhause entscheidet, handelt in jedem Falle im Sinne des Portemonnaies und der Umwelt. Wie bereits im Artikel Leuchten und Licht: LED Lampen für das Eigenheim dargelegt wurde, sind auch die Farbtemperaturen von LEDs mittlerweile dergestalt geschaffen, dass die Angst vor kaltem oder zu grellem Licht unbegründet ist. Um die Räumlichkeiten jedoch optimal beziehungsweise den eigenen Wünschen entsprechend auszuleuchten, sollte der Faktor „Abstrahlwinkel“ in die Planung mit einbezogen werden.

Der sogenannte Abstrahlwinkel eines Leuchtmittels gibt an, bis zu welchen Punkten das Licht, welches vom Leuchtkörper abstrahlt, noch mit halber Maximalkraft wirksam ist (daher auch die Bezeichnung „Halbwertswinkel“). Die Angabe des Abstrahlwinkel macht also eine Aussage darüber, in welchem Winkel das Licht nach vorn respektive nach unten (wenn das Leuchtmittel an der Zimmerdecke befestigt wird) abstrahlt.

 

Die Berechnung des idealen Abstrahlwinkels

Da nicht alle LEDs über die gleiche Lichtstärke verfügen und auch in sich, je nach Art und Größe, unterschiedliche Leuchteigenschaften besitzen, kann sich die vorherige Berechnung des benötigten Abstrahlwinkels durchaus lohnen. Wenn Sie beispielsweise nur ein gewisses Areal in einem Zimmer beleuchten beziehungsweise dieser Fläche bei Bedarf eine besondere Beleuchtung angedeihen lassen wollen, kann diese Berechnung sich auszahlen.


Der Abstrahlwinkel wird unter Zuhilfenahme des Durchmessers der Fläche, die beleuchtet werden soll, sowie dem Abstand der Lichtquelle zu der zu beleuchtenden Quelle berechnet. Um die Berechnung durchführen zu können, bedient man sich der Trigonometrie und errechnet den Winkel über die Umkehrfunktion der Tangensfunktion. Um es Ihnen jedoch einfacher zu machen, gibt es zur schnellen Berechnung des Abstrahlwinkels auch einen eigens entwickelten Rechner, den Sie hier ausprobieren können.

 

Glühbirnen vs. Spots: Was ist zu empfehlen?

Ein Phänomen, welches bei LED-Leuchtmitteln immer auftritt, ist die weitere Abnahme der Lichtintensität außerhalb des Halbwertswinkels. Direkt außerhalb seiner Zone spricht man vom sogenannten Feldwinkel. Das Licht, welches diesen Bereich mit mindestens einem Zehntel der maximalen Lichtstärke erhellt, wird als Streulicht bezeichnet. Wie unschwer nachvollzogen werden kann, ist der Feldwinkel bei einer herkömmlichen LED-Birne größer als bei Spots, da diese, wie der Name bereits suggeriert, eher für eine punktgenaue Ausleuchtung entwickelt wurden.

 

Doch auch hier kann keine hundertprozentige Konzentration des Lichts auf einen ganz bestimmten Punkt garantiert werden: Ein wenig Streulicht muss selbst im Falle der Spots einkalkuliert werden, wenngleich das Quantum deutlich geringer ist. Daher ist im Zweifelsfall immer zu empfehlen, sich bei Ihrem Fachhändler beraten zu lassen und, wenn möglich, in Frage kommende Leuchtmittel in Aktion zu erleben, um die ideale Auswahl treffen zu können. Mit der vorherigen Berechnung des Abstrahlwinkels haben Sie in jedem Fall bereits eine gute Grundorientierung an der Hand.