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Ein Blockhaus im Garten: Diese Bauformen unterscheidet man

Das Energiesparhaus ist mit einem großen Garten versehen und in diesem wäre ein Blockhaus angeraten? Dann sollte man sich Gedanken über die verschiedenen Bauformen machen, die sich vor allem anhand der verwendeten Balkenarten unterscheiden lassen.

 

Das Blockhaus mit Naturstamm

So kann man ein Blockhaus mit naturbehauenen Stämmen bauen. Diese werden so verwendet, wie sie gewachsen sind, die Form bleibt weitestgehend erhalten. Die einzelnen Stämme werden dabei jeweils einzeln eingepasst, wenn das Blockhaus aufgebaut wird. Erst nach der Aufstellung des Blockrahmens werden die einzelnen Stämme aufgrund der genutzten Lage gekennzeichnet. Anschließend erfolgt die Demontage für den Transport zum geplanten Aufstellort, wo das Blockhaus wieder aufgebaut wird.

 

Das Besondere am Blockhaus aus Naturstamm ist, dass die Stämme keine gleichmäßige Stärke aufweisen. Die Stärken können zwischen 200 und 400 Millimeter variieren. Die technische Trocknung ist eine weitere Besonderheit. Sie bedeutet aber auch, dass die Setzung der einzelnen Stämme nicht genau vorhergesagt werden kann. Zudem ist mit hochwertigen Dichtungsbändern zu arbeiten, da dieses Blockhaus andernfalls nicht winddicht wäre.

 

Das Blockhaus mit Rundbohlen

Eine weitere Form des Blockhauses sind die Modelle, die aus Rundbohlen entstehen. Hierbei sind Rundhölzer das Ausgangsmaterial. Diese sind gleichmäßig stark und werden mit CNC-Maschinen gefräst. Vor dem Fräsen erfolgt genauso hier eine technische Trocknung. Diese soll das Holz vor dem Befall durch Schädlinge schützen. Alternativ kann der Rundbalken sogar als Leimbalken gefräst werden. Die Passgenauigkeit ist bei den Rundbohlen durch die computergesteuerten Fräsvorgänge extrem hoch. Die Wandstärken reichen dabei von 180 bis 270 Millimeter und auch das Setzungsverhalten lässt sich optimal vorhersagen. Allerdings muss ein Blockhaus im eigenen Garten ebenfalls mit entsprechenden Spezialbändern versehen werden, damit die Winddichtigkeit gefestigt wird.

 

Das Blockhaus aus Kantholz

Weiterhin kann das Blockhaus aus Kantholz gefertigt sein. Diese Kanthölzer werden aus dem ganzen Stamm geschnitten. Wird eine größere Wandstärke bevorzugt, können die Kanthölzer ebenso aus Leimholzbalken gefräst werden. Die Wandstärke kann dabei bis zu 300 Millimeter betragen, wobei die Wandstärken beim Blockhaus aus Kantholz gleichmäßig sind. Wichtig ist, dass die Balken diffusionsoffen sind. Dies kann mit speziellen Verleimungsverfahren realisiert werden. Setzungen, die für den Rohstoff Holz natürlich sind, werden aufgrund der extremen Vortrocknung der Hölzer, kaum mehr wahrgenommen.

 

Hier entsteht ein Blockhaus (Video)

 

Das Blockhaus mit einer Doppelwand

Die letzte Variante, wie das Blockhaus erbaut werden kann, ist die mit einer Doppelwand. Die Doppelwandsysteme bestehen aus zwei Blockwänden, diese können jeweils bis zu 100 Millimeter dick sein. Der Zwischenraum zwischen den beiden Blockwänden wird mit Dämmmaterial gefüllt. Dadurch kann eine hohe Wärmedämmung selbst dann erzielt werden, wenn weniger Holz als Ausgangsmaterial verwendet wird.

 

Das Blockhaus im eigenen Garten kann somit auch als Energiesparhaus ausgeführt werden. So passt es sich dem eigentlichen Wohnhaus optimal an. Gerade letztere Variante ist in diesem Zusammenhang äußerst beliebt, da die Wärmedämmleistung extrem hoch ausfällt.

Sollen im Blockhaus hingegen nur einzelne Gartengeräte verstaut werden, sind andere Kriterien für den Kauf entscheidend. Hier kommt es in erster Linie darauf an, dass hochwertige, witterungsbeständige Hölzer verwendet werden. Diese sollten zum Schutz in regelmäßigen Abständen mit einer Holzschutzlasur versehen werden. Damit kann man ihnen auch einen farblich anderen Anstrich verleihen.