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Energiesparhaus: Auch der Stromverbrauch sinkt

Ökohäuser in allen Variationen liegen im Trend. Allen voran die modernen Energiesparhäuser, wie Niedrigenergiehaus, Passivhaus oder Nullheizenergiehaus. Sie zeichnen sich durch einen sehr geringen Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter (m²) und Jahr (a) aus. Im Vergleich ergibt sich dabei folgendes Bild:

  • - Herkömmliches Haus: 80 – 300 kWh/m²a
  • - Niedrigenergiehaus: < 80 kWh/m²a
  • - Drei-Liter-Haus: < 40 kWh/m²a
  • - Passivhaus: < 15 kWh/m²a

 

Doch obwohl hier in erster Linie der Verbrauch für Heizung und Warmwasser in Relation gesetzt wird, gilt auch, dass der Haushaltsstromverbrauch sinkt. So gilt ein Verbrauch für den Haushaltsstrom von etwa 100 kWh/m²a bei

  • - Bestandshäusern,
  • - Häusern, die nach Wärmeschutzverordnung von 1984 gebaut wurden,
  • - Häusern, die nach SBN 1980 gebaut wurden,
  • - Häusern, die nach Wärmeschutzverordnung 1995 gebaut wurden und
  • Niedrigenergiehäusern.

 

Beim Passivhaus und dem Nullheizenergiehaus liegt der Verbrauch für den Haushaltsstrom hingegen noch nicht einmal bei der Hälfte dieses Werts. So lässt sich nicht nur in Bezug auf Heiz- und Warmwasserkosten sparen, sondern auch bei den Stromkosten.

 

Ist der Standort entscheidend?

Wer sich für den Bau eines Energiesparhauses entscheidet, sollte also genauso berücksichtigen, wo der Stromverbrauch am günstigsten ist. Meist stehen für den Bau verschiedene Lagen zur Auswahl. Hier lohnt es sich, mit einem Strompreisvergleich der Stromanbieter aus Ihrer Stadt zu überprüfen, an welchem Standort der günstigste Strom geliefert werden kann. Denn auch hier gibt es teils erhebliche Unterschiede.

 

Die Standortwahl kann somit von den vor Ort gültigen Strompreisen abhängig gemacht werden. Hierbei ist ebenso der Baustrom als solches zu berücksichtigen, der in der Regel etwas kostspieliger ist, als herkömmlicher Haushaltsstrom. Er wird allerdings von vielen Anbietern günstiger offeriert, wenn mit dem Antrag auf den Baustrom auch gleich ein Vertrag zur regulären Stromversorgung mit abgeschlossen wird.

 

Im Haus Strom einsparen

Doch der günstigste Strom bringt nichts, wenn nicht ebenfalls im Haushalt selbst Strom eingespart wird. Bewährte Tipps zum Stromsparen sind zum Beispiel:

  • - Kühlschrank nicht neben dem Herd aufstellen
  • - Restwärme der Herdplatten nutzen, Herd vor Ende der Kochzeit ausschalten
  • - Steckdosenleisten nutzen, um den Standby-Betrieb zu minimieren
  • - Glühbirnen durch Energiesparlampen oder LED-Leuchtmittel ersetzen
  • - Beim Kauf neuer Haushaltsgeräte auf günstige Energieeffizienzklassen achten
  • - Raumtemperatur um 1° C absenken – 6 % Heizenergie gespart
  • - Wäsche an der Luft trocknen

 

Diese und viele weitere Maßnahmen kennt jeder und sollte sie auch umsetzen. Denn so lässt sich nicht nur bares Geld einsparen, sondern es wird insgesamt weniger Strom verbraucht.

 

Beim Hausbau schon auf günstige Bauweise achten

Und nicht zuletzt geht es ja um den Hausbau als solches und hier lassen sich ebenfalls vielfältige Maßnahmen umsetzen, um im täglichen Leben Strom einzusparen. So werden etwa sehr große Fensterflächen, die nach Süden ausgerichtet sind, verwendet. Sie sorgen für viel Helligkeit in den Wohnräumen.

 

Die Fenster müssen zudem ordentlich isoliert und mehrfach verglast sein, damit keine Wärmebrücken entstehen und teure Energie zum Heizen der Außenluft verbraucht wird. Kellerdecke, Dach, Wände und/oder Bodenplatte sind mit ausreichend starken Dämmschichten zu versehen, damit keine Wärme entweichen kann. Und bei der  Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung kann man sich mit Erdwärme-Wärmepumpen, Solaranlagen und Co. zusätzliche Kosten einsparen.