Wissen über das Nullenergiehaus

Energiesparhaus.info | Topliste | Impressum

So saniert man ökologisch

 

So saniert man ökologisch
Wenn man sich entschließt, sein Haus zu sanieren, dann macht es durchaus Sinn, auch ökologische Aspekte zu berücksichtigen. So wird neben den Energiesparmaßnahmen auch noch die Lebensqualität und das Raumklima verbessert. Nicht zuletzt trägt man dazu bei, das Klima zu schonen, denn etwa 40% des Endenergieverbrauchs entfällt auf Gebäude.


Abschied von Öl und Gas
Seit 2009 müssen alle Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, ausgetauscht werden. Das kann man zum Anlass nehmen, gleich die Heizungsanlage ökologisch und energetisch sinnvoll zu sanieren, denn Öl und Gas sind als Ressourcen begrenzt und daher werden die Preise auch in absehbarer Zeit steigen. Hier hat man unterschiedliche Möglichkeiten, auf nachwachsende Rohstoffe zurückzugreifen und Solarthermieanlagen zu nutzen. Eine Kombination macht durchaus Sinn, denn wenn die Sonnenenergie nicht ausreicht, kann klimaneutral eine moderne computergesteuerte Stückholz- oder Pelletheizung die Lücke schließen. Auf diese Weise schont man die Umwelt, wird von Öl- und Gaslieferungen aus dem Ausland unabhängig und am Ende macht es sich auch durch niedrigere Kosten im Geldbeutel bemerkbar.


Ökologische Baustoffe verwenden
Gerade bei der Dachdämmung kann man auf verschiedene Naturbaustoffe zurückgreifen.
Zellulose hat im Moment die größte Bedeutung, denn sie wird aus Altpapier gewonnen. Die Fasern der Zelluloseflocken verfilzen und erreichen neben den sehr guten Dämmwerten auch einen guten Schallschutz. Die Herstellung der Zellulose benötig wenig Energie und belastet auch kaum die Umwelt.


Holzfaserdämmplatten erreichen ähnlich gute Dämmwerte wie Zellulose und sind in der Herstellung ebenfalls umweltfreundlich. Sie eignen sich besonders gut für Zwischen- und Aufsparrdämmung oder als Trittschalldämmung für den Dachboden. Man braucht kein zusätzliches Bindemittel für die Fasern, denn das Harz im Restholz ist hier völlig ausreichend.
Hanf und Flachs haben vergleichbare Dämmwerte und können als Platten oder zur Stopfdämmung verwendet werden. Hanf hat zudem noch eine antibakterielle und pilzabtötende Wirkung, so dass eine zusätzliche Imprägnierung überflüssig wird. Sowohl Hanf als auch Flachs sind in Europa heimisch, so dass nicht Regenwald abgeholzt werden muss wie es bei Kokos der Fall ist, der auch zur Dämmung eingesetzt werden kann.
Ein weiterer Vorteil von ökologischen Baustoffen ist, dass sie nicht als Sondermüll aufwändig und teuer entsorgt werden müssen, wenn man einmal einzelne Komponenten austauschen muss.


Erfahrungsberichte inspirieren
Wie eine ökologische Sanierung aussehen kann, das kann man am Beispiel des Ehepaars Wolf unter Effizienzhaus-Online nachlesen. Dank der umfassenden ökologischen Rundumsanierung konnte das Paar die Heizkosten um beeindruckende 2000 Euro im Jahr senken, ohne an Lebensqualität einzubüßen. Zudem ist der Wert des Hauses durch die Maßnahmen auch deutlich gestiegen, denn immer mehr Menschen achten darauf, dass sie sich in allen Lebensbereichen, also nicht nur bei der Ernährung, bei der Bekleidung und bei Accessoires, sondern auch beim Wohnen und Bauen ökologisch und umweltbewusst verhalten.


Fördermittel in Anspruch nehmen
Auch der Staat unterstütz Bauherren gezielt mit Förderungen und Krediten, damit immer mehr Häuser auf eine energetisch sinnvolle und ökologische Weise saniert werden. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und die Kreditanstalt für Wiederaufbau sind hier die richtigen Anlaufstellen. Mit Unterstützung eines Energieberaters kann man das Optimum erreichen.

Sponsored Post