Photovoltaikanlagen finanzieren

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Photovoltaikanlage fürs Energiesparhaus

Die Stromerzeugung mittels einer Photovoltaikanlage ist eine sehr umweltfreundliche Methode, um elektrische Energie zu erzeugen. Daher nutzen auch immer mehr Privathaushalte die Möglichkeit Solarstrom zu produzieren. Eine Photovoltaikanlage funktioniert einfach ausgedrückt so, dass sie mithilfe mehrerer Komponenten (Solarzellen, Wechselrichter etc.) die vorhandene Sonneneinstrahlung in elektrische Energie, also in Strom umwandelt.

 

Dabei wird insoweit der sogenannte photoelektrische Effekt genutzt. Vereinfacht dargestellt entsteht durch einen „Wechseleffekt“ die gewünschte Energie. Die zur Stromerzeugung benötigte Anlage besteht aus mehreren Komponenten. Das zentrale Element sind die Solarzellen, die miteinander kombiniert ein Solarmodul ergeben. Diese Module fungieren als Kollektoren und erzeugen durch das Sonnenlicht Gleichstrom.

 

Mittels eines Wechselrichters, der zweiten Komponente der Photovoltaikanlage, wird der Gleichstrom in Wechselstrom gewandelt. Die dritte zentrale Komponente der Anlage ist der Einspeisezähler. Dieser hält die Menge an Strom fest, die durch die Solaranlage ins öffentliche Netz eingespeist wird.

Investitionskosten für die Photovoltaikanlage

Die Investitionskosten besten im Bereich Photovoltaik zum weitaus größten Teil aus dem Kaufpreis für die Photovoltaikanlage. Der Preis richtet sich danach, welche kWp-Leistung die Anlage erzielen kann. Derzeit bewegen sich die Preise bei ca. 2.200 Euro pro kWp Anlagenleistung. Angenommen, ein Haushalt möchte zukünftig die Sonneneinstrahlung zur Stromerzeugung nutzen und entscheidet sich für eine Leistung der Photovoltaikanlage von sechs kWp. Auf Basis des aktuellen Preises von ca. 2.200 Euro je kWp würden sich daraus Anschaffungskosten von etwa 13.200 Euro ergeben.

 

Ebenfalls zu den Investitionskosten gehört der Preis für die Montage der Anlage. Hier wird mit Kosten von ca. 150 Euro je installiertem kWp Leistung gerechnet, im Beispiel also 900 Euro. Somit belaufen sich die gesamten Investitionskosten auf 14.100 Euro. Neben den Investitionskosten gibt es noch die laufenden Kosten für eine Photovoltaikversicherung, die Anlagenwartung sowie die Rücklage für Reparaturen. Diese Kosten betragen durchschnittlich jährlich zwei Prozent der Anschaffungskosten, im Beispiel also etwa 280 Euro. Um die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung mittels Photovoltaik zu errechnen, müssen die Kosten den Einnahmen gegenübergestellt werden.

 

Die Höhe der Einnahmen basiert auf der Einspeisevergütung und auf der „Menge“ an produzierbarem Solarstrom. Diese Menge wiederum ist abhängig von der Anlagegröße, der Intensität der Sonnenstrahlung, dem Neigungswinkel des Daches und der Dachausrichtung. Auf Basis dieser Angaben lässt sich die Wirtschaftlichkeit bequem mit dem Photovoltaik Rechner unter www.photovoltaik.org berechnen.

Förderung durch die Einspeisevergütung und KfW-Fördermittel

Wer sich eine Photovoltaikanlage anschafft und die Photovoltaik Technik fortan zur Stromerzeugung nutzt, der kann mit Förderungen rechnen. Im Wesentlichen sind das zum einen die Einspeisevergütung und zum anderen ein zinsgünstiges Darlehen der KfW-Bank. Die Einspeisevergütung ist für 20 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage garantiert und wird für jedes Kilowatt an Strom gezahlt, welches ins öffentliche Netz eingespeist wird. Derzeit (Stand Dezember 2011) liegt die Einspeisevergütung bei 28,74 Cent/kWh (für Anlagen bis 30 kW Leistung).

 

Ab Januar 2012 wird die Förderung um 15% gesenkt. Die zweite Förderung besteht aus einem Förderprogramm der KfW. So beinhaltet beispielsweise das Förderprogramm „Erneuerbare Energien – Standard“ die Vergabe eines zinsgünstigen KfW-Darlehens, welches auch zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage genutzt werden kann. Je nach gewählter Zinsfestschreibung und Bonität ist dieses KfW-Darlehen schon ab einem effektiven Jahreszinssatz von nur 2,07 Prozent erhältlich.

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