Aufbau Photovoltaikanlage

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Aufbau einer Photovoltaik Anlage

Das wichtigste Element einer Photovoltaik Anlage ist und bleibt die Solarzelle selbst. Diese werden miteinander zu einem Solarmodul miteinander verbunden. In dem Solarmodul wird ein Gleichstrom erzeugt. An dieser Stelle kann man sich entscheiden, ob man den Gleichstrom in einem Akku speichern oder in Wechselstrom umwandeln möchte. Vor der gleichen Entscheidung steht man übrigens auch bei den Windkraftanlagen, die ebenfalls Gleichstrom erzeugen. Fakt ist aber, dass die Speicherung in einem Akku wenig sinnvoll ist, weil es dort beim Lade- und Entladevorgang zu Energieverlusten kommt.

 

Also wird der Gleichstrom über einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt. Da eine Speicherung wirtschaftlich wenig Sinn machen würde, speist man den erzeugten Strom ins öffentliche Stromnetz ein. Dabei besteht die größte technische Herausforderung darin, dass die Frequenz des eingespeisten Wechselstroms genau identisch mit der im Netz vorhandenen sein muss. Bei fehlender Synchronisation des eingespeisten Wechselstromes kann es sonst zu subsynchronen Schwingungen kommen, die bei massivem Auftreten sogar einen kompletten Ausfall des Netzes verursachen können.

 

Dafür wird heute üblicherweise ein so genannter statischer Blindleistungskompensator verwendet. Moderne Varianten bestehen nicht mehr aus rotierenden Teilen, sondern aus Thyristoren. Während die Anlagen mit rotierenden Teilen einen schnellen Verschleiß aufweisen, ist das bei den mit Thyristoren arbeitenden Photovoltaik Anlagen nicht der Fall. Sie besitzen eine extrem lange Lebensdauer und können sehr schnell auch Spannungsschwankungen kompensieren, wie sie in den Solarmodulen allein schon durch durchziehende Wolken verursacht werden können.

 

Die ins Netz eingespeiste Menge an Strom wird von einem Zähler erfasst. Die Einspeisung von PV-Anlagen ins öffentliche Netz hat für den Betreiber einer Solaranlage gleich mehrere Vorteile. Unter europäischen Verhältnisse ist keine gleich bleibende Stromerzeugung mit Photovoltaik Technik möglich. Deshalb entnimmt auch der Betreiber die von ihm benötigte Elektroenergie aus dem öffentlichen Netz. Nur so kann eine kontinuierliche Versorgung sicher gestellt werden. Dafür besitzt er einen weiteren Zähler, mit dem sein eigener Verbrauch erfasst wird.

Hier finden Sie eine Übersicht über die Solarstromvergütung 2012.

 

Für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom erhält er eine Vergütung pro Kilowattstunde, die auf Grund der staatlichen Programme zur umweltschonenden Stromerzeugung höher liegt als die Preise, die er für die Entnahme bezahlen muss. Hier sind unterschiedliche Abrechnungsmodelle möglich. So ist eine sofortige Verrechnung mit den für den eigenen Verbrauch zu zahlenden Entgelten üblich. Das wird in der Praxis über eine Reduzierung der zu leistenden Abschlagszahlungen realisiert. Dabei legt man statistische Werte zugrunde. Man setzt die Menge an Strom an, die bei gleichen Lagebedingungen mit gleichen Photovoltaik Modulen im Jahresdurchschnitt erzielt wird.