Plusenergiehaus - Das Ziel ist Plus Energie!

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Das Plusenergiehaus

Was zeichnet ein Plusenergiehaus aus?

Das Plusenergiehaus ist eine technische Meisterleistung, die derzeit als das absolute Highlight beim Energiesparhaus gilt. Fachlich korrekt wird es als Plusenergiebilanzhaus bezeichnet. Es wird dadurch charakterisiert, dass im Laufe eines Jahres mehr Energie von dem Gebäude gewonnen und ins öffentliche Netz abgegeben wird, als dem Haus in dem gleichen Zeitraum zugeführt werden muss. Letzteres wird auch als primärer Energiebedarf bezeichnet, der in Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche angegeben wird. Als das erste wirkliche Plusenergiehaus gilt das „Heliotrop“, das von Rolf Disch entwickelt und kurz vor der Jahrtausendwende in Freiburg im Breisgau errichtet worden ist.

 

Mit welchen Techniken erreicht man eine solch positive Energiebilanz? Der wichtigste Aspekt dabei sind natürlich die thermischen Isolierungen. Hier besteht die Zielstellung darin, so viel Energie wie möglich im Haus behalten zu können. Vom Dachfirst bis hin zur Bodenplatte arbeitet man beim eigentlichen Korpus des Hauses mit Materialien, die einen extrem hohen Dämmwert aufweisen. Dabei dürfen natürlich die Fenster und Türen nicht außer Acht gelassen werden. Man setzt beim Plusenergiehaus durchweg auf solche mit Dreifachverglasung. Schon während der Bauphase werden mit dem Blower Door Test oder mit Hilfe von Wärmebildkameras Schwachstellen aufgespürt und geschlossen.

 

Auch die Gestaltung des Daches und der Zuschnitte der Räume bieten einige Möglichkeiten des zusätzlichen thermischen Schutzes. So findet man am Plusenergiehaus fast überall einen äußeren Windfang an der Haustür und dahinter einen kleinen Vorraum. Beides verhindert, dass beim Öffnen größere Mengen an Wärme das Haus verlassen können. Überzogene Dachflächen vereinen konstruktiven Fassadenschutz mit der Möglichkeit, diese in den oberen Teilen vor dem kühlenden Wind schützen zu können. Zusätzliche Vorhangfassaden oder mehrschaliges Mauerwerk dienen ebenfalls der thermischen Isolierung der Fassaden.

 

Die in ein Plusenergiehaus integrierte Technik ist ebenfalls sehr ausgeklügelt. So verlassen weder Abluft noch Abwasser das Gebäude, ohne dass ihnen die Restenergie über Wärmetauscher entzogen hat. Tageslichtspots in den oberen Innenräumen sorgen für eine Reduzierung des Stromverbrauchs. Dazu tragen auch eine intelligente Planung der Räume an sich und die Anordnung der Fester bei.

 

Das Kernstück beim Plusenergiehaus sind jedoch Solaranlagen und Wärmepumpen. Durch die Nutzung von Erdwärme oder von Temperaturunterschieden bei anderen Medien kann der Energiebedarf bei der Beheizung des Hauses drastisch gesenkt werden. Durch die integrierten Lüftungssysteme ist eine aktive Belüftung beim Plusenergiehaus meist nicht mehr nötig. Die Solaranlagen erzeugen Strom, der ins öffentliche Netz abgegeben wird. Dabei werden die Flächen der Kollektoren so groß gewählt, dass deutlich mehr Energie erzeugt wird, als das Gebäude selbst benötigt. Oft nutzt man auch parallel Stromkollektoren und thermische Kollektoren, weil mit letzteren der Energiebedarf für die Aufbereitung von Warmwasser mit abgedeckt werden kann.

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